Sommercamp 2017 der Regio Lions

Das Eis schmolz schnell

Regio Lions ermöglichten trinationale Jugendbegegnungen / Ausflug zum Parc du Petit Prince und Sommercamp

  • DasEisschmilzt

Foto (DasEisschmilzt): Keinerlei Berührungsängste hatten ein Junge aus Riehen, ein Mädchen aus Lörrach, zwei Mädchen aus Hegenheim im Elsass und ein Mädchen aus Basel (von links) auf der Wildwasserbahn im Parc du Petit Prince.  

 Es hat Tradition: In den Sommerferien geben die Regio Lions, ein Zusammenschluss mehrerer Lions Clubs aus Südbaden, Basel und dem Elsass, Jugendlichen aus den drei Ländern die Möglichkeit, sich bei einer gemeinsamen Freizeit kennenzulernen. Das Besondere dabei ist, dass das einwöchige Sommerlager auf einem Bauernhof stattfindet, in Huttwil im Emmental.

Eine Woche vor dem Sommercamp wurde ein „Kennenlerntag“ organisiert. Im Parc du Petit Prince in Ungersheim bei Mulhouse konnten sich die Jugendlichen aus Südbaden, dem Raum Basel und aus dem Elsass gemeinsam bestens amüsieren. Schon nach wenigen Minuten stellte die Mutter zweier Kinder aus Mulhouse erfreut fest: „La glace fond!“ („Das Eis schmilzt!“) Auf der Wildwasserbahn ging es nämlich in den Booten bei rasanter Fahrt sehr lustig zu: So jubelte etwa Laura aus Lörrach zusammen mit zwei Mädchen aus Hegenheim, einem Mädchen aus Basel und einem Jungen aus Riehen über die spektakuläre Abfahrt und das hoch spritzende Wasser.

Auch wenn es wegen zu starken Winds leider nicht möglich war, mit einem Ballon in 150 m Höhe aufzusteigen, kamen alle bei den anderen Attraktionen und bei allerlei Spielen auf ihre Kosten. Sieben Stunden im laut Prospekt ersten Flugpark der Welt vergingen wie im Fluge. Man raste zusammen in der Achterbahn, bestand die Mutprobe eines Aufstiegs in 35 m Höhe in der Aerobar, schaute sich den 3D-Film über den kleinen Prinzen an und vergnügte sich auch in der spektakulären Trampolinhalle. Auch das von den Regio Lions vorbereitete gemeinsame Picknick trug zur Vorfreude auf das bevorstehende Ferienlager bei.

In Huttwil lernten die Jugendlichen den Alltag auf einem Bauernhof kennen. Mehr noch: Sie nahmen von frühmorgens bis spätabends an allen Arbeiten teil. Sie übernahmen am Morgen um 6 Uhr und am Nachmittag gegen 17 Uhr das Melken im Melkstand sowie das komplette Ausmisten. Die Jüngeren kümmerten sich besonders gerne um die zahlreichen Kälber. Zudem gab es täglich diverse Arbeitseinsätze auf Feldern.

Wie in jedem Jahr hatten die Regio Lions auch für ein ansprechendes Rahmenprogramm gesorgt. Am nach dem Melken arbeitsfreien Sonntagmorgen stand eine Führung bei der Feuerwehr auf dem Programm. Am Sonntagabend sorgten zwei eigens für die Campteilnehmer angereisten Märchenerzähler aus Weil am Rhein für Abwechslung. Am Schweizer Nationalfeiertag wurde die unternehmungsfreudige Truppe in Bussen auf den Berg Ahorn kutschiert, um danach bei bestem Wetter eine Stunde lang eine Talfahrt mit Trottinetts (Fahrräder ohne Tretkurbeln) genießen zu können. Und an einem anderen Tag wurde ein Jodel-Workshop mit einer erfahrenen Jodlerin angeboten. Wer hätte das gedacht: Hier wurde nicht nur zugehört, sondern von Anfang an gleich mitgesungen!

Den Regio Lions ist es wichtig, dass den Teilnehmern an ihren trinationalen Jugendbegegnungen keine Kosten entstehen. So finanzieren sie das Sommercamp seit jeher zu hundert Prozent mit Einnahmen aus der Festbewirtung beim jährlich im Mai stattfindenden Dreiländerlauf. Für die Übernahme der Fahrt-, Eintritts- und Verpflegungskosten beim Kennenlerntag im Parc du Petit Prince wurde ein Antrag auf Fördermittel aus dem Begegnungsfonds beim Trinationalen Eurodistrict Basel (ETB) gestellt und bewilligt.

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Huttwil1:   Das obligatorische Gruppenfoto. Mit Trottinetts startklar auf dem Berg Ahorn.

Huttwil2:   Genial: Dieter Charté vom LC Weil am Rhein und seine Frau Renate kommen zu Besuch… und bereiten das Mittagessen zu. Es gibt Fischstäbchen mit Pommes und Salate.

Huttwil3:   Renate Lüthi aus Sumiswald leitet den Wokshop „Jodeln“. Gesungen wird zum tiefsinnigen Text „s’Grüchtli“.

Huttwil4:   Vorfreude! - Drei fleißige Mädchen aus der Schweiz kochen Milchreis.

Huttwil5:   Kartoffelernte – eine schweißtreibende Arbeit. Auf den beiden Randstreifen eines größeren Felds wird von Hand geerntet.

Huttwil6:   Kulinarischer Höhepunkt am letzten Tag! Oma Trudi Mathys offerierte vor dem Abschied eine große Menge „Gebrannte Kugeln“ mit Vanillesauce.

   
© Andi Kasa